Dienstag, 12. Februar 2008

Wohnungswechsel

Hallo zäme

Seit meinem letzten Eintrag ist etwas Zeit vergangen, aber mir geht es also nach wie vor sehr gut. Aber neben der Arbeit, Schule und Besuche aus der Schweiz ist halt nicht mehr für alles Zeit geblieben. Zudem ich ja auch noch ab und zu „aus“ gehen muss. Ich hoffe, ihr habt die Fasnachtstage gut überstanden und könnt zumindest wieder stehen... ;-)


Die Arbeit

Seit über einem Monat arbeite ich nur noch im Kleiderstore, da wir seit dieser Zeit unterbesetzt sind und ich somit mehr als genug dort arbeiten kann. Zudem ich die Arbeitszeit im Kaffee am Sonntag morgen für mich sehr unpassend fand. Im Store starte ich frühestens um 09.3o Uhr, aber meistens habe ich sowieso die Spätschicht, das bedeutet dann vom 3 Uhr Nachmittags bis 10 Uhr Abends. Im Moment habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich je wieder früher arbeiten soll, habe mich bereits sehr daran gewöhnt.... ;-) Langsam aber sicher, erweitert sich auch mein Wissen in Sachen Kleider und deren Grössen. Ich werde nun noch 4 Wochen in Queenstown arbeiten und dann anfangs März mein First Examen absolvieren und danach direkt reisen gehen. Freue mich, auch noch die Nordinsel Neuseelands zu sehen.


Der Rausschmiss

Im letzten Blog habe ich ja bereits die nicht ganz einfachen Verhältnisse in der WG beschrieben. Aber wie bereits geahnt war das noch nicht der Schlusspunkt! ;-) Stand beim letzten Blog war ja, dass eine Schottin und eine weitere Brasilianerin einzogen sind. In der folgenden Woche quartierte Alini (die Böse ;-) ungefragt zwei weitere Brasilianerinnen in unserer WG ein, die beiden schliefen in unserer Stube am Boden und konnten kaum ein Wort English. Da der Raum von uns weiter nach seinem eigentlichen Zweck - Aufenthaltsraum – benutzt wurde, waren Konflikte natürlich schon vorprogrammiert. Zudem ich zeitweise das Gefühl hatte, dass sich unsere WG zu einem UNO-Flüchtlingslager für gestrandete Brasilianerinnen entwickelte. An einem schönen Donnerstag Abend tranken wir nach der Schule zu viert noch ein Bier in unserer Stube, als mir Alini (eben die Böse) per sms mitteilte, dass wir ruhig sein sollten (obwohl sie sich in der selben Wohnung aufhielt), da ihre Kolleginnen schlafen möchten. Ich schrieb darauf zurück, dass wir in der Stube noch das Bier nehmen würde. Was danach geschah, übertraf meine kühnsten Vorstellungen bei weitem. Sie kam in die Stube gerannt, schrie uns an und wollte, dass wir die WG per sofort für immer verlassen. Als ich ihr erklärte, dass ich wir das nicht tun werden, da ich nicht um Mitternacht ein Zimmer suchen möchte, drehte sie dann komplett am Rad, schrie weiter wie eine Irre und nahm unsere halbvollen Biere und schmiss!! diese in die Küche. Das alles ging so schnell, dass wir keine Möglichkeit hatten unsere Biere zu retten! Sie ging dann ins Bad und zerschmetterte den Spiegel dort. Hinterher sagte sie, das wäre meine Schuld, obwohl ich mich ja nicht einmal in der nähe des Bades aufhielt. Sie wollte dann auch noch die Polizei anrufen – obwohl mir bis heute nicht klar ist, was sie denen erzählten wollte, denn ausser Bier trinken in der eigenen Stube hatten wir uns nichts zu Schulden kommen lassen. Aber egal, jedenfalls gab sie uns danach 2 Wochen Zeit um eine neue Bleibe zu suchen. Neben mir musste natürlich auch Sandro ausziehen. Grundsätzlich hätte sie uns eigentlich nicht rauswerfen können, aber nach diesem Vorfall hielten wir es für besser unsere Koffer zu packen. Denn ich hatte keine Lust noch einmal auf einen südamerikanischen Sturm zu treffen... ;-) Übrigens hatten wir nur Probleme mit Alini, mit der Schottin und der anderen Brasilianerin (also keine von der Stube, - verdammt, bei so vielen Brasilianerinnen kommt ja keine Sau mehr draus, egal einfach auch noch eine von denen ;-) hatten es wir stets sehr gut (Beweis unten Bild vom letzten Freitag), die beiden versuchten auch noch zu vermitteln, aber es wahr wohl zu viel Glas zerbrochen... ;-) Ihr Plan war zu durchschaubar, sie brauchte unser Raum für ihre Kolleginnen und wartete auf die erste Möglichkeit. Aber easy, wir sind jetzt für die letzten 4 Wochen in eine Lodge gezogen. Das heisst eigenes Zimmer – wichtig mit Kühlschrank – mit eigenem Bad und einer Küche die man mit anderen Leuten teilt. Aber besser so als von einem Bier erschlagen zu werden... ;-)


Zum Schluss

Wie bereits oben erwähnt, hatte ich bereits meinen zweiten Besuch aus der Schweiz. Sven und Märe besuchten mich hier. Es hat mich sehr gefreut, mit den beiden Queenstown etwas unsicher zu machen. Zudem noch einmal ein grosses Dankeschön für die netten Mitbringsel wie Fondue (im Moment sind Sandro und ich stolze Besitzer von 6-Gerber-Fondue! ;-), Schnupf (bereits aufgebraucht) und Schoggi (noch im eigenen Kühlschrank links neben dem Bier).
Soweit die News aus Neuseeland, ich werde auf jeden Fall versuchen, den nächsten Eintrag wieder früher zu tätigen, aber garantieren kann ich nichts.. ;-)


Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land Flo


Wieder einmal eine Landschaftsaufnahme... Lake bei Queenstown



Hallo, Spieglein Spieglein an der Wand... ;-)



Drei Schweizer im legendären Freitags-Feierabend Bier im Brazz Queenstown



Gruppenfoto nach BBQ (Auf dem Bild oben: Märe, Stefzgi und Sven; unten: Stefu und Urs



Der Beweis, nur eine war das Problem! ;-) Party mit der WG (Sändu, die nette Brasilianerin Sue und Freya)