Montag, 24. März 2008

Adeeee Queenstown, Hallo Neuseeland

Hallo zäme

Aus meinem „ehrgeiziges“ Ziel, noch einen Blog aus Queenstown zu schreiben ist leider nichts geworden. Die Gründe dafür könnt ihr unten nachlesen. Momentan sind wir zu viert am reisen, dem entsprechend gut geht es mir... ;-) Zudem ich bei 25 Grad am Strand liege und mich nicht durch Schnee kämpfen muss... Hoffe in 3 Wochen ist das vorbei, denn auf Schnee habe ich so gar keine Lust!!


Die letzten Wochen in Queenstown

Die letzten Wochen in Queenstown waren geprägt durch arbeiten, diverse Verabschiedungsanlässe – da von unsere Reisegruppe die Hälfte gar nicht mehr zurückkehrt und ich nur noch für 2 Tage, da mein Heimflug von Queenstown startet – und natürlich die Schule. Denn unser Lehrer und gleichzeitig Direktor unserer Schule meinte wir müssten vor dem First Examen noch ein paar Sonderschichten einlegen – mit der Grammatik war und bin ich immer noch auf Kriegsfuss. So ging ich oft morgens in die Schule am Nachmittag/ Abend arbeiten und wenn ich frei hatte am Abend noch einmal in die Schule. So war es mir halt nicht möglich noch einen Blog zu schreiben!
In der letzten Woche wagte ich noch den Canyonswing, das bedeutet 60 Meter freier Fall und dann fliegt man mit 150 km/h in eine Schlucht. Ich muss zugeben, als ich oben stand, also besser gesagt an einen Plastik Gartenstuhl gefesselt war – danke mir geht es gut, aber ich war wirklich an einen Stuhl gefesselt- hatte ich recht Bammel. Der Sprung selbst war zwar wirklich unbeschreiblich, aber auch sehr kurz. Mehr Infos findet ihr unter: www.canyonswing.co.nz oder wenn ich zurück bin, könnt ihr dann das Video meines Sprungs sehen mit dem Titel: „Flo macht sich fast in die Hose“ ;-))
Am Freitag 07.03. starteten wir dann unsere Reise, erster Stop war Dunedin, da wir dort am Samstag unsere Examen abzulegen hatten. Somit waren 6 Monate Queenstown zu Ende, ich muss sagen, die Zeit war einfach genial!!!! Die grosse Dankesrede spare ich mir dann für meinen letzten Blog auf. Denn noch ist das Abenteuer New Zealand ja nicht zu ende....
Die Prüfungen waren dann wie erwartet schwierig und mein Gefühl ist nicht das beste. Aber was soll’s ich schaue jetzt nach vorne und warte gespannt auf die Ergebnisse welche ich dann in 2 Monaten erhalten werde. Aber vorher machten wir nach den Prüfungen noch Dunedin so richtig unsicher. Insbesondere da noch Leute aus Queenstown uns nach dem Examen „abgeholt“ haben... ;-) Am Schluss waren wir in einen sehr speziellen Bar/ Disco und zwar in einer Kirche, wirklich Weltklasse, so macht Kirche richtig Spass. Und glaubt mir, die haben keine Probleme mit zu wenig Leute in der Kirche...
Ach ja, unsere Reisegruppe besteht aus Sandro (genau der, welcher mit mir aus der WG geflogen ist – übrigens hatten wir in dieser Hinsicht keinerlei Probleme mehr), sein Bruder Marco und Urs, einen weiteren Schweizer aus der Schule. Es ist wirklich gemütlich mit den drei Berner!


Die Reise

Unser Ziel ist es ja, den Norden der Südinsel plus die Nordinsel in 4 Wochen zu bereisen, Endziel wird Auckland sein. Die anderen werde anschliessend nach Fiji reisen, ich hingegen werde den Zug nach Christchurch nehmen (ich sehe schon, da wir jemand Freude haben... Keine Angst Mani, ich werde kein Mitglied bei den Schweizer Bahnjournalisten.. ;-) und danach wie erwähnt für 2 Tage nach Queenstown zurückkehren um dort den Flieger in die Heimat zu besteigen und hoffentlich planmässig am 13.04.08 in der Schweiz zu landen.

Nach dem Weekend in Dunedin ging es weiter nach Christchurch, dort blieben wir 3 Tage. Die grösste Stadt der Südinsel ist eine der wenig schöneren Städte in Neuseeland. Das spezielle dort, war dass wir in einem ehemaligen Gefängnis wohnten. Dieser Backpacker wurde bis vor 9 Jahren noch als Knast verwendet. Dementsprechend schläft man in Zellen. Danche ging es mit unserem Mietauto (über 230'000 km ;-) weiter nach Kaikoura. Das kleine Dorf an der Ostküste ist bekannt dafür dass man Wale sieht und mit Delphinen und Robben schwimmen kann. Wir entschieden uns für Robben schwimmen. Nachdem sie uns in so engen Neopren Anzug gesteckt hatte, konnte es losgehen. Die Tiere die wirklich in Freiheit leben schwammen dann auch prompt auf uns zu um dann im letzten Moment einen Richtungswechsel zu machen. Am Anfang war es wirklich nicht so angenehm, da ich nicht genau wusste was mir im dümmsten Fall passieren konnte.. ;-) , aber die Robben warten nett und so wurde es ein sehr eindrückliches Erlebnis. Nach diesem Abstecher wechselten wir von der Ostküste über Land zur Westküste in ein abgelegenes namens Karamea. Dieses kleine Dorf liegt mitten in einem Nationalpark direkt an einem traumhaften Sandstrand. Der einziges Backpacker dort war dann sehr speziell. Alle Leute dort sahen aus als wären sie direkt vom Woodstock-Festival nach Neuseeland gereist und sie schwebte mindestens fünf Meter über dem Boden... ;-) Nach einer anstrengenden Wanderung mit über 1000 Höhenmeter durch einen dichten Dschungelwald im Nationalpark verliessen wir nach zwei Tagen diesen Ort wieder. Nach zwei weiteren Tage in Nelson mit einem Abstecher in den Tasman- Nationalpark ging es mit der Fähre auf die Nordinsel in die Hauptstadt Wellington. Ich muss sagen das Nachtleben war das eindrücklichste an dieser Stadt.... ;-) Nun befinden wir uns auf dem Weg in den Norden, genauer in Taupo. Finden werdet ihr den Ort in der mitte der Nordinsel.


Zum Schluss

Auch nach dieser langen Zeit können uns die Gesetzte in Neuseeland immer wieder aufs neue Überraschen. So wollten wir am Karfreitag in einem Pub in Napier noch ein Bier trinken, doch dann wurde uns erklärt, dass wir Bier nur bekommen würden, wenn wir gleichzeitig auch essen würden, wir kamen aber vom Nachtessen und waren gar nicht hungrig. Aber dieses Gesetzt besteht also wirklich an Feiertagen. Und die Regel war dann noch, dass wenn man etwas isst, kann man eine Stunde trinken so viel man will und kann (bei den Kiwis bedeutet das sehr viel ;-) , muss dann aber nach dieser Stunde wieder etwas essen ordern um noch weiter Alkohol konsumieren zu können. So bestellten wir dann alle das billigste Essen um ein Bier zu trinken. Wie die meisten anderen rührten wir das Essen aber nicht an, somit kann man sich ruhig über den Sinn dieses Gesetztes streiten.

Zudem gab es noch musikalische Tiefschläge, so hörte ich hier in einem neuseeländischen Radiosender DJ Bobo und dann auch noch DJ Ötzi in der selben Woche, wäre auch noch Plüsch gespielt worden, wäre ich bereits wieder zu Hause...

An meine Oster-Reisegruppe: Ich habe also am letzten Weekend einige Male an euch gedacht. Ich hoffe ihr hattet viel Spass in Wien und ich kann euch garantieren, nächstes Jahr bin ich auch wieder von der Partie!!

So, so viel aus meiner Welt, ich wünsche euch eine schöne Zeit und ich werde versuchen mich noch einmal vor meiner Abreise zu melden.

Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land Flo



Huraaaaa, 60 Meter freier Fall überlebt....



Hurraaaa zum zweiten, nach dem First Examen. Neben mir die anderen Absolventen: Schorsch, Xavier (aus dem Welschland) und Sandro liegend



Einkaufen für die Reise... ;-)



Bild vom Norden der Südinsel in der nähe der Hippi-Kolonie, bei Karamea



Unsere Reisegruppe nach erfolgreichen Bezwingen vom Mont Stormy nach über 1000 Höhenmeter – Sändu, Urs und Marco



Eingeborene beim Kochen. ;-)) Nein, Vulkanfelder bei Rotorua auf der Nordinsel.