Hallo zäme
So, das ist nun also mein versprochener längerer Eintrag (Sogar auf einem helvetischen Laptop, also wieder mit ä, ö und ü)! In dieser ersten Woche ist so einiges passiert, dementsprechend lang ist dieser Eintrag (bin selbst erschrocken als ich das Ausmass sah) geworden. Habe nun mein Text unterteilt und mit einem Titel ausgestattet. So kann nun jeder das lesen was er will oder kann, gar nichts oder alles!
Vor dem Abflug
Am Donnerstag war mein Abflug via Frankfurt um 20.15 Uhr terminiert. Familie Blum hatte um 16.00 Uhr die Abfahrt in Pfaffnau geplant, exakt um 15.45 Uhr kam der Anruf der Reiseagentur: „Entschuldigen Sie bitte, ihr Flug wurde annulliert, sie müssen um 19.15 Uhr über London fliegen!“ Nachdem im Hause Blum für kurze Nervosität aufkam, machte man sich dann auf den Weg nach Zürich und prompt staute sich der Verkehr vor Zürich. So versuchten wir unser (also vor allem mein) Glück durch die Stadt und dank der Stadt-Zürich-Kenntnisse meiner Eltern erwischte ich den Flieger gerade noch. Leider blieb das Abschiedskomitee aus Sursee im Stau stecken, trotzdem danke! Wir nehmen dafür ein Bier mehr bei meiner Ankunft.. ;-)
Der Flug inklusive Terrorkontrolle
Der Flug über London und Bangkok nach Sydney war dann sehr ruhig und angenehm. Am Samstag morgen früh kam ich recht müde aber zufrieden in Sydney an. Vor dem Abflug nach Neuseeland wollte ich noch kurz einen Kaffee trinken gehen, als nach der Passkontrolle zwei Gorillaähnliche Gestalten in Uniform auf mich zukamen. Sie eröffnet mir dann, dass ich im Rahmen der Bekämpfung gegen den Terrorismus von der australischen Regierung für eine Stichprobe auserkoren wurde??? Hallo, im Flieger hatte es die volle Auswahl an allen Staaten der Welt, warum sollte gerade ein kleiner Schweizer wie ich einen Anschlag geplant haben?? Egal, die Jungs nahmen mein gesamtes Handgepäck auseinander (sehr gründlich, sogar Akku und Speicherkarte aus der Digicam). Nach dem sie meine Herrlichkeit auf einem Tisch ausgebreitet hatten, nahmen mit einem feuchten Papierstreifen noch Proben und scannten diese ein, als auch diese negativ waren konnte ich dann wieder gehen. Aber die Frechheit war, dass sie zwar alles auseinander nahmen, aber wer durfte den ganzen Mist wieder zusammenpacken? Genau ich, als hätte ich für einen solchen Blödsinn Zeit gehabt!!
Der Flug nach Neuseeland war dann durch eine gewisse Nervosität meinerseits geprägt. Würde wohl wie angekündigt jemand auf mich warten? Oder stehe ich alleine dort? Wie wohl meine Familie sein würde.. Solche und ähnliche Fragen gingen mir durch den Kopf!!
Die Ankunft
In Neuseeland kam die Passkontrolle dann wieder ohne staatlich angeordnete Terrordurchsuchung aus. Als ich durch die Ausgangstüre kam, war ich sehr erleichtert, eine asiatische Frau (Die Küchenchefin der Schule – wie man sieht sehr variabel einsetzbar) mit einem Zettel mit meinem Namen zu sehen. Somit war alles gut. Ich wurde dann zu meiner Familie transferiert, also zu meinem Zuhause für die nächsten 3 Monate (Bild vom Haus und der Sicht von der Terrasse seht ihr unten). Mit meiner Familie habe ich wirklich Glück, Tania und ihr Sohn sind sehr nett und lassen mir alle Freiheiten, ich kann kommen und gehen wie ich will. Zudem wäscht sie täglich meine Wäsche, nicht das dies notwenig wäre (habe also zwei Koffer dabei), aber ich empfinde es doch als Luxus täglich aus dem vollen zu schöpfen, so etwas wurde mir in der Schweiz ja nie geboten... ;-)) Das einzige Problem ist, dass es momentan hier noch relativ kalt ist und die Heizungen und Isolationen nicht annähend den Standart der Schweiz haben und so ist es im Haus recht kühl, aber in 3 Wochen sollte es dann definitiv Frühling und somit wärmer werden. Da wie bereits erwähnt die Heizung nicht so toll ist, haben Sie eine „Bettheizung“ welche in Stufen von 1-3 eingestellt werden kann. Meine war dann in der ersten Nacht auf vollen Programm eingestellt und so wachte ich dann nach 5 Stunden schweissgebadet auf und fühlte mich wie in einer Sauna in der Sahara, als ich das Ding dann ausgemacht hatte, konnte ich wunderbar noch 10 Stunden schlafen. Ihr seht der Jetlage und die 28 Stunden Reise hatten ihre Spuren hinterlassen. Nach dem ich mein Leid mit der Bettheizung der Familiy mitgeteilt hatte, amüsierten sie sich köstlich, scheinbar sollte es logisch sein, dass man die Heizung ausmacht, wenn man ins Bett steigt! ;-)) Aber ich war wirklich in Neuseeland angekommen.
Die Schule
Am Montag wurde ich dann um 08.00 Uhr (am Morgen!!! Ihr seht auch hier werde ich nicht verschont... ;-)) vom Schulbus abgeholt. Nach einem Einführungstest (der besser herauskam als ich dachte, wobei meine Schwächen in der Grammatik schonungslos aufgedeckt wurden) wurde ich in eine mittlere Kasse eingeteilt, Niveau und Klasse sind Ordnung. Neben relativ vielen Schweizer hat es noch mehr Asiaten. So kann ich nun nach 4 Tagen behaupten, dass ich Japanerinnen und Koreanerinnen aus einer Entfernung von 5 Meter unterscheiden kann... Das soll mir so schnell einer nachmachen..... ;-))))
Queenstown und die Weekendpläne
Queenstown liegt wunderschön im Süden der Südinsel an einem See (Wakatipu-See) umringt von Bergen. Die Städtchen ist überschaubar und gleichwohl bietet es alles, vor allem am Abend!! So reihen sich zum Teil Restaurants an Bar und Pub!! War bisher zweimal kurz (gut, einmal länger kurz) aus und habe daher erst einen Bruchteil davon gesehen, freue mich aber auf die nächste Zeit...
Dank meiner Familiy und den anderen Leute von der Schule habe ich mich bereits bestens eingelebt und auch mit meinem Englisch läuft es besser, als ich es jemals in so kurzer Zeit gedacht hätte. Auf heute Abend freue mich besonders, es geht das erste Mal so richtig in den Ausgang und zwar mit einer Winterend-Party (Was für ein super Anlass.. Diese Party können wir dann in der Schweiz machen, wenn ich zurück bin). Bin gespannt!!
Am Samstag spielt dann Neuseeland gegen Portugal an der Rugby-WM. Nicht das mich das bisher interessiert hätte, aber dies ist hier DAS Thema und das ganze Land steht Kopf (vergleichbar mit der Euphorie in der Schweiz während der Fussball-WM im letzten Sommer). Das Anspiel ist um 23.00 Uhr und verspricht eine Riesen-Party!!
Am Sonntag kann ich dann mit Tania und ihrem Sohn in den Süden zu ihrer Schwester mit, freue mich!!
Zum Schluss
Zum Schluss möchte ich noch ein paar mehr oder weniger persönliche Sachen los werden:
- @Schmitz: Du hesch de ned rächt ghä, NEI!!! ;-))
- @Res: Ou ned, schaffe aber dra... Säge nor hätschhätschhätsch.. ;-)
- Betreffend den im Vorfeld so oft angedeuteten und ins lächerliche gezogenen Schafe, alles halb so schlimm, habe etwa 20 Stück auf einer Weide gesehen und einmal auf meinem Teller... ;-)
- @Drü: Gehe auch hier meinen Sportchef Aufgaben nach, aber bisher habe ich noch kein hoffnungsvolles Talent entdeckt. Wäre es schlimm, wenn die Neuentdeckung Schlitzaugen hätte oder ein unförmiger Brasilianer wäre (Nein, Ronaldo und Ailton sind nicht da)??
- Was vor allem diejenigen welche mich besuchen kommen interessierten dürfte, ja das neuseeländische Bier ist fein. Damit lässt sich gut leben!
- Viele Leute sind ja gespannt was ich für einen Job bekomme und nicht wenige würden sich ja freuen es würde mich auf eine Schaf-Farm oder in einen MC D verschlagen, auch darüber möchte ich euch auf dem laufenden halten. Aber leider gibt es noch nichts neues, keine Tendenzen oder so!! Noch ist alles möglich... ;-)
Ich werde in Zukunft sehen, dass ich das ganze im Umfang etwas anpassen kann, aber in der ersten Woche lief halt gleich sehr viel!
Ich wünsche euch allen ein schönes Weekend!!
Liebe Grüsse aus Kiwi-Land Flo
So, das ist nun also mein versprochener längerer Eintrag (Sogar auf einem helvetischen Laptop, also wieder mit ä, ö und ü)! In dieser ersten Woche ist so einiges passiert, dementsprechend lang ist dieser Eintrag (bin selbst erschrocken als ich das Ausmass sah) geworden. Habe nun mein Text unterteilt und mit einem Titel ausgestattet. So kann nun jeder das lesen was er will oder kann, gar nichts oder alles!
Vor dem Abflug
Am Donnerstag war mein Abflug via Frankfurt um 20.15 Uhr terminiert. Familie Blum hatte um 16.00 Uhr die Abfahrt in Pfaffnau geplant, exakt um 15.45 Uhr kam der Anruf der Reiseagentur: „Entschuldigen Sie bitte, ihr Flug wurde annulliert, sie müssen um 19.15 Uhr über London fliegen!“ Nachdem im Hause Blum für kurze Nervosität aufkam, machte man sich dann auf den Weg nach Zürich und prompt staute sich der Verkehr vor Zürich. So versuchten wir unser (also vor allem mein) Glück durch die Stadt und dank der Stadt-Zürich-Kenntnisse meiner Eltern erwischte ich den Flieger gerade noch. Leider blieb das Abschiedskomitee aus Sursee im Stau stecken, trotzdem danke! Wir nehmen dafür ein Bier mehr bei meiner Ankunft.. ;-)
Der Flug inklusive Terrorkontrolle
Der Flug über London und Bangkok nach Sydney war dann sehr ruhig und angenehm. Am Samstag morgen früh kam ich recht müde aber zufrieden in Sydney an. Vor dem Abflug nach Neuseeland wollte ich noch kurz einen Kaffee trinken gehen, als nach der Passkontrolle zwei Gorillaähnliche Gestalten in Uniform auf mich zukamen. Sie eröffnet mir dann, dass ich im Rahmen der Bekämpfung gegen den Terrorismus von der australischen Regierung für eine Stichprobe auserkoren wurde??? Hallo, im Flieger hatte es die volle Auswahl an allen Staaten der Welt, warum sollte gerade ein kleiner Schweizer wie ich einen Anschlag geplant haben?? Egal, die Jungs nahmen mein gesamtes Handgepäck auseinander (sehr gründlich, sogar Akku und Speicherkarte aus der Digicam). Nach dem sie meine Herrlichkeit auf einem Tisch ausgebreitet hatten, nahmen mit einem feuchten Papierstreifen noch Proben und scannten diese ein, als auch diese negativ waren konnte ich dann wieder gehen. Aber die Frechheit war, dass sie zwar alles auseinander nahmen, aber wer durfte den ganzen Mist wieder zusammenpacken? Genau ich, als hätte ich für einen solchen Blödsinn Zeit gehabt!!
Der Flug nach Neuseeland war dann durch eine gewisse Nervosität meinerseits geprägt. Würde wohl wie angekündigt jemand auf mich warten? Oder stehe ich alleine dort? Wie wohl meine Familie sein würde.. Solche und ähnliche Fragen gingen mir durch den Kopf!!
Die Ankunft
In Neuseeland kam die Passkontrolle dann wieder ohne staatlich angeordnete Terrordurchsuchung aus. Als ich durch die Ausgangstüre kam, war ich sehr erleichtert, eine asiatische Frau (Die Küchenchefin der Schule – wie man sieht sehr variabel einsetzbar) mit einem Zettel mit meinem Namen zu sehen. Somit war alles gut. Ich wurde dann zu meiner Familie transferiert, also zu meinem Zuhause für die nächsten 3 Monate (Bild vom Haus und der Sicht von der Terrasse seht ihr unten). Mit meiner Familie habe ich wirklich Glück, Tania und ihr Sohn sind sehr nett und lassen mir alle Freiheiten, ich kann kommen und gehen wie ich will. Zudem wäscht sie täglich meine Wäsche, nicht das dies notwenig wäre (habe also zwei Koffer dabei), aber ich empfinde es doch als Luxus täglich aus dem vollen zu schöpfen, so etwas wurde mir in der Schweiz ja nie geboten... ;-)) Das einzige Problem ist, dass es momentan hier noch relativ kalt ist und die Heizungen und Isolationen nicht annähend den Standart der Schweiz haben und so ist es im Haus recht kühl, aber in 3 Wochen sollte es dann definitiv Frühling und somit wärmer werden. Da wie bereits erwähnt die Heizung nicht so toll ist, haben Sie eine „Bettheizung“ welche in Stufen von 1-3 eingestellt werden kann. Meine war dann in der ersten Nacht auf vollen Programm eingestellt und so wachte ich dann nach 5 Stunden schweissgebadet auf und fühlte mich wie in einer Sauna in der Sahara, als ich das Ding dann ausgemacht hatte, konnte ich wunderbar noch 10 Stunden schlafen. Ihr seht der Jetlage und die 28 Stunden Reise hatten ihre Spuren hinterlassen. Nach dem ich mein Leid mit der Bettheizung der Familiy mitgeteilt hatte, amüsierten sie sich köstlich, scheinbar sollte es logisch sein, dass man die Heizung ausmacht, wenn man ins Bett steigt! ;-)) Aber ich war wirklich in Neuseeland angekommen.
Die Schule
Am Montag wurde ich dann um 08.00 Uhr (am Morgen!!! Ihr seht auch hier werde ich nicht verschont... ;-)) vom Schulbus abgeholt. Nach einem Einführungstest (der besser herauskam als ich dachte, wobei meine Schwächen in der Grammatik schonungslos aufgedeckt wurden) wurde ich in eine mittlere Kasse eingeteilt, Niveau und Klasse sind Ordnung. Neben relativ vielen Schweizer hat es noch mehr Asiaten. So kann ich nun nach 4 Tagen behaupten, dass ich Japanerinnen und Koreanerinnen aus einer Entfernung von 5 Meter unterscheiden kann... Das soll mir so schnell einer nachmachen..... ;-))))
Queenstown und die Weekendpläne
Queenstown liegt wunderschön im Süden der Südinsel an einem See (Wakatipu-See) umringt von Bergen. Die Städtchen ist überschaubar und gleichwohl bietet es alles, vor allem am Abend!! So reihen sich zum Teil Restaurants an Bar und Pub!! War bisher zweimal kurz (gut, einmal länger kurz) aus und habe daher erst einen Bruchteil davon gesehen, freue mich aber auf die nächste Zeit...
Dank meiner Familiy und den anderen Leute von der Schule habe ich mich bereits bestens eingelebt und auch mit meinem Englisch läuft es besser, als ich es jemals in so kurzer Zeit gedacht hätte. Auf heute Abend freue mich besonders, es geht das erste Mal so richtig in den Ausgang und zwar mit einer Winterend-Party (Was für ein super Anlass.. Diese Party können wir dann in der Schweiz machen, wenn ich zurück bin). Bin gespannt!!
Am Samstag spielt dann Neuseeland gegen Portugal an der Rugby-WM. Nicht das mich das bisher interessiert hätte, aber dies ist hier DAS Thema und das ganze Land steht Kopf (vergleichbar mit der Euphorie in der Schweiz während der Fussball-WM im letzten Sommer). Das Anspiel ist um 23.00 Uhr und verspricht eine Riesen-Party!!
Am Sonntag kann ich dann mit Tania und ihrem Sohn in den Süden zu ihrer Schwester mit, freue mich!!
Zum Schluss
Zum Schluss möchte ich noch ein paar mehr oder weniger persönliche Sachen los werden:
- @Schmitz: Du hesch de ned rächt ghä, NEI!!! ;-))
- @Res: Ou ned, schaffe aber dra... Säge nor hätschhätschhätsch.. ;-)
- Betreffend den im Vorfeld so oft angedeuteten und ins lächerliche gezogenen Schafe, alles halb so schlimm, habe etwa 20 Stück auf einer Weide gesehen und einmal auf meinem Teller... ;-)
- @Drü: Gehe auch hier meinen Sportchef Aufgaben nach, aber bisher habe ich noch kein hoffnungsvolles Talent entdeckt. Wäre es schlimm, wenn die Neuentdeckung Schlitzaugen hätte oder ein unförmiger Brasilianer wäre (Nein, Ronaldo und Ailton sind nicht da)??
- Was vor allem diejenigen welche mich besuchen kommen interessierten dürfte, ja das neuseeländische Bier ist fein. Damit lässt sich gut leben!
- Viele Leute sind ja gespannt was ich für einen Job bekomme und nicht wenige würden sich ja freuen es würde mich auf eine Schaf-Farm oder in einen MC D verschlagen, auch darüber möchte ich euch auf dem laufenden halten. Aber leider gibt es noch nichts neues, keine Tendenzen oder so!! Noch ist alles möglich... ;-)
Ich werde in Zukunft sehen, dass ich das ganze im Umfang etwas anpassen kann, aber in der ersten Woche lief halt gleich sehr viel!
Ich wünsche euch allen ein schönes Weekend!!
Liebe Grüsse aus Kiwi-Land Flo

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen