Montag, 8. Oktober 2007

Erdbeben und Drinkspiele....

Hallo zäme

Auch in der Woche vier, hatte Neuseeland noch einmal eine Überraschung für mich auf Lager. Besten Dank, so wird es mir sicher nicht langweilig, aber die Gefahr besteht generell nicht so.


Die Woche und das Erbeben

Richtig gelesen, bei uns gab es ein Erdbeben, es war ein Mini-Erdbeben, daher wohl auch keine Randnotiz in einer Schweizer Zeitung. Um sämtliche Missverständnisse von Anfang an auszuschliessen, nein ich trank an diesem Tag keinen Alkohol. Aber am Sonntag Abend (also vor einer Woche) lag ich im Bett und plötzlich bebte es und die Kleiderbügel welche neben meinem Bett hingen klirrten weil sie aneinander schlugen. Ich muss gestehen, so ganz wohl fühlte ich mich nicht, entschied mich dann aber für Liegenbleiben im Bett (was hätte ich auch anderes tun sollen? Mit Taschenlampe im Garten war in der letzten Woche schon, und immer kann ich das ja auch nicht bringen). Es war wirklich nur kurz und nicht all zu heftig, aber trotzdem nicht angenehm. Aber meine Homestay-Mutter erklärte mir danach, dass es solche kleine Erdbeben häufig gebe. Also kein Grund zur Sorge. Aber nach dem Einbrecher in der letzten Woche und dem Erdbeben in dieser Woche, könnte so langsam mal wieder eine Woche ohne solche Ereignisse folgen.


Das Weekend

Vom Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag machte ich mit 11 anderen Leute aus der Schule einen Ausflug nach Lake Tekapo (Name von Ortschaft und See in einem) und zum Mount Cook, dem höchsten Berg von Neuseeland. Das ganze befindet sich etwa in der Mitte der Südinsel. Wir waren wirklich ein bunt gemischter und super Haufen aus folgenden Länder: Brasilien, Schweden, Frankreich, Russland und natürlich aus der Schweiz. Am Freitag Abend kamen wir erst relativ spät beim „Backpacker“ (unsere Unterkunft) an, kochten noch unsere Spaghetti und planten den nächsten Tag, eigentlich war ausgemacht, früh aufzustehen (musste mich beugen... ;-)) und danach eine Wanderung in das Gebiet vom Mount Cook zu unternehmen. Dieser Plan hatte bestand bis jemand auf die glorreiche Idee kam, einmal alle Drinkspiele aus allen Länder auszuprobieren.. Und wirklich, jedes Land hat sein Drinkspiel, nach unserem Einfränklere (mit einem original 1 Frankenstück), ging es weiter mit einem Würfelspiel aus Frankreich, je einem Klatschspiel aus Brasilien und Schweden und zum krönenden Abschluss kam noch das russische Drinkspiel, das zwar bis zuletzt niemand verstand, aber trotzdem grossen Spass machte... ;-)) Tja, aus dem Frühaufstehen wurde dann nichts, wir konnten erst um halb 11 zu unserem Ausflug aufbrechen. Hihihi, vor allem die Brasilianer taten sich sehr schwer mit dem aufstehen, als ich mir das so ansah, fragte ich mich ernsthaft ob ich wohl noch brasilianische Vorfahren habe!!! ;-))
Jedenfalls zogen wir danach die 5 stunden dauernde Wanderung an den Fuss zum Mount Cook durch. Auf den Berg kann man nicht laufen, dafür müsste man Bergsteigen können. Er war wirklich eine sehr schöne Wanderung und auch die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Das Wetter war nach dem Kälteeinbruch in der letzten Woche schön, wenn auch windig. Ein paar Schnappschüsse seht ihr unten. Der zweite Abend war dann deutlich kürzer und auch ohne lustige Spiele. Dafür standen wir am Sonntag morgen auch wirklich um 07.00 Uhr auf und schauten uns den Viertelfinal der All Blacks um 08.00 Uhr gegen Frankreich an. Wir verfolgten das Spiel auf einer Grossleinwand in einem Cafe-Restaurant-Pub (genau konnte man es nicht definieren). Es war aber bereits am morgen probenvoll und wahrscheinlich war das ganze Dorf von Lake Tekapo anwesend vom 4 jährigen bis zum 80 jährigen. Nach einer klaren 13:3 Pausenführung verlor New Zealand das Spiel noch mit 20:18. Die Stimmung war blitzartig von 100 auf 0. Und das Land befindet sich seither in einer kollektiven Trauerstimmung. Somit ist der Traum von Rugby-Weltmeistertitel ausgeträumt, auch nach meiner Rückkehr gestern Nachmittag gab es bei meiner Familie nur ein Thema, das Ausscheiden und die Schuldigen. Ein Spieler schlug das Ei mehrfach neben das Holzgestänge (ich glaube das Ding wird auch Goal bezeichnet). Habe darauf meiner Homestay-Mutter und der Familie erklärt, dass nicht nur New Zealand so seine Problem hat, sonder auch wir in der Schweizer Fussball Nationalmannschaft so ein grosses Übel Namens Streller im Sturm haben, aber wirklich aufheitern konnte ich sie damit also nicht. Aber bis auf das verlorene Spiel war es wirklich ein sensationelles Weekend.


Zum Schluss

Ein wirklich grossen Schlusswort habe ich für diese Woche nicht, von der Job-Front gibt es nach wie vor keine News. Ach ja, vielleicht ist folgende Meldung noch für gewisse Leute spannend, habe zum Leidwesen einiger Studenten/ innen, den „Entenguli“ (Für alle nicht Insider, unter „Entenguli“ verstehen wir das produzieren von „Entenartigen“ Geräuschen mit einer Hand) erfolgreich an unsere Schule eingeführt... ;-)) Er wird schon von einer namhaften Anzahl rege imitiert!


Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land und allen ein guter Wochenstart. Flo




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