Montag, 21. April 2008

Hallo Schweiz

Hallo zäme

So, die Schweiz hat mich also definitiv wieder! Obwohl ich irgendwie noch nicht wirklich angekommen bin, noch ist New Zealand sehr nahe. Ich kann nur sagen, dass die vergangenen Monate einfach schlicht Weltklasse waren und ich diese Zeit sehr genossen habe. Alle Erlebnisse vom Einbrecher bis zum WG-Rausschmiss waren einzigartig (wenn im Moment auch nicht immer gleich lustig, denn nichts geht mir über meinen Schlaf und es war auch nie mein Wunsch von einer Bierflasche erschlagen zu werden, aber auch das hat gepasst... ;-) , dann auch die Schulzeit mit all den interessanten Leuten, die Arbeit – also eher die Arbeitszeit- und natürlich die Reise am Ende. Insbesondere haben mich aber auch Land und Leute fasziniert, die „lockere“ Kiwi-Art wird mir fehlen und ich denke ein bisschen Kiwi könnten auch wir Schweizer hier vertragen!


Die letzten Tage und die Heimreise

Nach einer langen Busfahrt von Christchurch nach Queenstown, rund 9 Stunden inklusiver Panne (der Motor vom Bus rauchte, der Fahrer konnte aber die Panne beheben), kam ich am Mittwoch Abend in Queenstown an. Wo mich meine Ex-Mitschüler abholten und bekochten (Thanks ;-). Donnerstag und Freitag standen dann im Zeichen vom Abschied, ich wohnte übrigens bei meinen Mitschülern in der WG (ohne Brasilianerinnen.. ;-). Besten Dank, es war genial in eurem Haus, besonders die Biermaschine hat es mir angetan.. ;-) Ich besuchte noch einmal alle verbleibenden Personen in Queenstown inklusive meine alten Arbeitgeber und die Schule. Am Freitagabend fand dann zu meiner Überraschung noch eine klitzekleine Abschiedsfeier statt. Es war wie immer sehr lustig und natürlich wurden alle unsere Stammlokale noch einmal besucht...
Am Samstag morgen um 14.20 Uhr ;-) bestieg ich den Flieger nach Sydney, danach ging es über Bangkok nach London. Dort stieg ich dann von der Quantas zur Swiss um. Als sie mich dort beim Einchecken fragten, wie mein Gepäck von der einen Maschine zur anderen komme, schwante mir schon Übles. Sorry, woher soll ich das wissen, ich hatte mein Koffer von Queenstown nach Zürich durchgecheckt. In Zürich wurde ich dann von über 20 Leuten abgeholt, dieser Empfang übertraf meine Erwartungen ums vielfache, herzlichen Dank noch einmal, es war einfach genial. Danach wurde bei meinen Eltern noch mit allen etwas meine Ankunft gefeiert. Ach ja, nicht wirklich überraschend blieb mein Koffer in London. Aber inzwischen haben sie mir diesen nachgeliefert.



Zum Schluss- “Thanks everybody”

Es ist absolut klar, ohne die genialen Leute welche ich in diesen knapp 8 Monaten getroffen habe, wäre mein Trip nie das geworden, was er war. Richtig gemerkt, ich bin bei meiner angekündigten Dankesrede. Grundsätzlich möchte ich allen Leuten von der Schule, von der Arbeit und natürlich auch allen anderen Danken, specially thanks goes to: Minere Reisegruppe: Marco, Urs „the Bear“ und natürlich meinen WG- und Rausschmiss Partner Sändu „Staduhofer“, dann Schorsch, Stefan „the Nettinator“ – Hahaha, bruche weder eh mou eh Rat... ;-), weiter mit Dodo „13“, Camille, Claudia „Olga“, Manu, Stefzgi, Luc „Lucio“, Nicola „Schlicher“, Chrigi, Michael, Nadja and Caro, my boss from ESQUIRES coffee house: Shaynal and the Team from „Wild South“ Queenstown: Caroline, Ros, Toyoko and Tom. THANK YOU VERY MUCH, the time in New Zealand was just amazing!

So, nun wieder auf Deutsch weiter, ich habe gedacht, vielleicht verwirrt sich von den anderen jemand (also die nicht Deutsch sprechenden) auch auf diese Seite und dann könnten sie ja mindestens meine Dankesworte lesen.

Auch herzlich möchte ich mich bei den Leuten bedanken welche mich immer mit News aus der Heimat versorgt haben und generell an alle welche diesen Blog in den letzten Monaten gelesen haben. Besonders gefreut haben mich die vielen Feedbacks zum Geschriebenen.

So, das war er, der letzte Blog von meinem Abenteuer Neuseeland. Nach einer kurzen Anklimatisierungszeit starte ich am nächsten Mittwoch (also übermorgen) mit meiner Arbeit bei Bell bis zum Ende der EM. Ich hoffe, euch alle einmal in der nächsten Zeit zu sehen.



Liebe Grüsse Flo


Tschu-tschu, ein Bild vom Zug



Und tschüss: Bild im ESQUIRES coffee house mit dem Boss Shaynal (rechts)


Ein letztes Bild von Queenstown



Die Biermaschine hat Spass gemacht, leider kann ich mir so etwas nicht selber basteln.. ;-) Einmal Manu nach der Anleitung fragen..



Und tschüss: Bild mit dem Türsteher Nock von meinem wahren Home in Queenstown, dem legendären Winnies.



Ein letztes Bild während der Abschiedstour - feier mit Stefzgi, Manu und Claudia äääähh Olga ;-))

Dienstag, 8. April 2008

Der letzte Blog aus New Zealand

Hallo zäme

Hier findet ihr definitiv den letzten Eintrag aus Neuseeland. Denn meine Tage hier kann man inzwischen an einer Hand abzählen. Ich werde mit gemischten Gefühlen nach Hause kommen, denn die Zeit hier war unbeschreiblich genial (just amazing.. ;-)) und könnte gerne noch etwas länger dauern gleichzeitig freue mich auch wieder auf zu Hause. Für die grosse Dankesrede ist es immer noch zu früh, werde dann noch einen allerletzten Blog aus der Schweiz nach geglückter Ankunft schreiben.



Die Reise

Bei meinem letzten Blog waren wir auf der Reise von Wellington in der Norden. Wer nun wirklich mitkommen möchte, dem empfehle ich eine Neuseeland-Karte zur Hand zu nehmen und zu schauen, denn es geht so um einiges einfacher. Aber man kann natürlich das ganze auch relaxt einfach lesen.

Der nächste Halt war Napier an der Ostküste, irgendwie erwarteten wir von diesem Ort zu viel, denn es war gar nichts spannendes dort. Zudem war die Unterkunft unser Tiefpunkt der Reise, der Backpacker war alt, schmutzig, es stank und der Eigentümer sah aus als würde er nächstens auseinanderfallen oder eher faulen? (Sorry, ich weiss echt nicht wie ich das anders erklären soll... ;-))) aber leider war alles andere ausgebucht, so blieben wir dann dort nur für eine Nacht. Danach ging es weiter nach Taupo, in der Mitte der Nordinsel, ein gemütlicher Ort an einem schönen See um später wieder an die Ostküste nach Whitianga zu wechseln (wie ihr seht, die Ortsnamen werden je weiter nördlich desto anspruchsvoller, da alle Namen von den Maoris – den Ureinwohner - stammen). Dort verbrachten wir dann volle 3 Tage, da die Unterkunft, die Strände und auch der Ausgang mehr als nur gut waren (Gut, das deutsche Ehepaar im Raum nebenan hatte wohl nicht so Freude, jedenfalls machten sie recht Troubel und flüchteten schon bald.. ;-) . In der nähe gab es den „Hot Water Beach“ zweimal täglich wird dort das Wasser an gewissen Stellen richtig warm. Wirklich eindrücklich, das warme Wasser stammt von Erdlöcher unter dem Sand. Das Weekend verbrachten wir dann in Auckland, der grössten Stadt Neuseelands, mehr als eine Million Einwohner. Da auch Auckland wie alle anderen Städte in Neuseeland im Verhältnis zur unseren Städten in Europa relativ jung ist, gibt es dort nicht wahnsinnig viel historisches zu sehen. Was uns aber nur bedingt störte und daher gefiel es uns eigentlich recht gut, denn die Ausgänge waren gut und der weltbekannte Sky Tower war sehr eindrücklich. Am Samstag besuchten wir noch ein Rugby-Spiel. Die Mannschaft von Auckland, genannt die Blues spielten gegen die Bulls aus Südafrika (Wirklich in der selben Liga – ich meine liegt ja auch nahe beieinander.. ,-) . Das Spiel war wirklich spannend und zu unserer Freude gewannen die Blues knapp, wir schlossen uns natürlich den Neuseeländer an, da wir mit Südafrika so gar keine Verbindung haben.. ;-) Die Stimmung im Stadion war ganz ordentlich, aber unser Fehler war, dass wir (also genauer gesagt ein Mitglied unserer Reisegruppe – Name der Redaktion bekannt.. ;-) Plätze im Familien Sektor organisierte, obwohl es auch welche in einem Party-Sektor gegeben hätte, ich denke dort hätten wir besser hingepasst. Aber egal, es gab Bier und Cheerleader und so war der Abend mehr als ein Erfolg.... ;-))
Nach diesem Weekend fuhren wir weiter nördlich nach Paihia und später nach Ahipara. Ich muss sagen diese Gegend war wiederum sehr beeindruckend mit wunderschönen menschenleeren Sandstränden und farbigen Dschungelwälder, einfach ein Traum. Wir unternahmen auch noch einen Ausflug nach Cape Reinga, einem der nördlichsten Punkte Neuseeland. Neben dem täglichen schwimmen im Meer gingen wir auch noch einmal Strandboarden. Wir erwarteten eigentlich mehr etwas wie Snowboarden auf Sand. Aber man konnte einfach beim Backpacker gratis Bobs mitnehmen (die Plastikdinger die wir in der Schweiz für den Schnee brauchen) und dann denn Sand hinab schlitten. Nach der ersten Enttäuschung, dass es nicht Boards waren, machte es dann aber richtig Spass. Nach dieser letzter genialen Woche ging es wieder zurück nach Auckland, wo wir dann auch wieder unser Auto abgaben. Wir machten in diesen knapp 4 Wochen 5290 Kilometer. Dies ist wirklich nur eine ganz kurze Zusammenfassung unserer Reise, wer mehr erfahren möchte, kann mich ja dann zu Hause fragen!


Die Zugreise

Das letzte Weekend verbrachten wir dann noch einmal gemeinsam in Auckland. Zudem kamen noch drei Leute aus Queenstown rauf (2 davon gehen mit meinen Mitreisenden nach Fiji, der andere (Schorschi) befand sich auf der Heimreise in die Schweiz. Das Bahnabenteuer startete für mich am Sonntag morgen um 07.00 nach einer sehr kurzen Nacht! Bahnfahren in Neuseeland ist um Klassen besser denn in der Schweiz. Erstens hat man genug Platz, keinen Stress und eine nette Bar im Zug. Es war wirklich spannend, an allen schönen Ortschaften, Berge und Brücken hielt der Zug an oder fuhr zumindest langsamer. Zudem erklärte der Zugsverantwortliche immer alles (OK, wenn man seine Ruhe möchte, ist das suboptimal). Das erklärt auch die 12 Stunden von Auckland nach Wellington am ersten Tag. Am zweiten Tag nahm ich am morgen die Fähre wieder zurück auf die Südinsel und danach den Zug nach Christchurch, auch noch einmal rund 8 Stunden, am Schluss fand ich wirklich beinahe keine angenehme Sitzposition mehr.. ;-)) Aber es war wirklich speziell und es gab mir noch einmal einen kompletten Eindruck der Natur dieses wunderschönen Landes.
War der Bahnhof in Wellington nach Zentral gelegen und mit etlichen Gratis-Busen versehen war dann der Bahnhof in Christchurch irgendwo in einem Industriegebiet und ohne jegliche Busverbindung, es dauerte dann seine Zeit, bis ich mich bis zum Center durchgekämpft hatte. Aber am Ende kam alles gut... ;-) Nur die Temperatur schockte mich etwas. In Wellington stieg ich am morgen bei angenehmer Wärme mit kurzen Hosen und T-Shirt ein um dann in Christchurch festzustellen, dass es nur noch rund 10 Grad sind. Ich nehme jetzt das einfach für einen guten Test für die Schweiz, denn gemäss meinen Informationen ist bei euch ja noch kein Sommer-Wetter. Morgen früh besteige ich dann den Bus zu meiner neuseeländischen Hometown Queenstown zurück. Ich freue mich darauf und noch einmal alle verbliebenen ex-Mitschüler zu sehen und vielleicht auch noch auf eine kleine Abschiedsparty??? ;-)) Bevor ich dann am Samstag definitiv den Flieger in die Schweiz nehmen werde.


Zum Schluss

Irgendwie fällt mir jetzt zum Schluss zu dieser Rubrik nichts mehr ein.. ;-)) Ausser natürlich, dass ich mich sehr freue euch bald alle wieder zu sehen.

Letzte liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land. Flo




Erster Blick auf Auckland mit Sky Tower




Der Hafen von Auckland bei Sonnenuntergang




Das Rugby-Spiel war spannend.. ;-))




Achtung Böse Kiwis im Anmarsch




Kinder beim spielen..




Cape Reinga, ein Traum....

Montag, 24. März 2008

Adeeee Queenstown, Hallo Neuseeland

Hallo zäme

Aus meinem „ehrgeiziges“ Ziel, noch einen Blog aus Queenstown zu schreiben ist leider nichts geworden. Die Gründe dafür könnt ihr unten nachlesen. Momentan sind wir zu viert am reisen, dem entsprechend gut geht es mir... ;-) Zudem ich bei 25 Grad am Strand liege und mich nicht durch Schnee kämpfen muss... Hoffe in 3 Wochen ist das vorbei, denn auf Schnee habe ich so gar keine Lust!!


Die letzten Wochen in Queenstown

Die letzten Wochen in Queenstown waren geprägt durch arbeiten, diverse Verabschiedungsanlässe – da von unsere Reisegruppe die Hälfte gar nicht mehr zurückkehrt und ich nur noch für 2 Tage, da mein Heimflug von Queenstown startet – und natürlich die Schule. Denn unser Lehrer und gleichzeitig Direktor unserer Schule meinte wir müssten vor dem First Examen noch ein paar Sonderschichten einlegen – mit der Grammatik war und bin ich immer noch auf Kriegsfuss. So ging ich oft morgens in die Schule am Nachmittag/ Abend arbeiten und wenn ich frei hatte am Abend noch einmal in die Schule. So war es mir halt nicht möglich noch einen Blog zu schreiben!
In der letzten Woche wagte ich noch den Canyonswing, das bedeutet 60 Meter freier Fall und dann fliegt man mit 150 km/h in eine Schlucht. Ich muss zugeben, als ich oben stand, also besser gesagt an einen Plastik Gartenstuhl gefesselt war – danke mir geht es gut, aber ich war wirklich an einen Stuhl gefesselt- hatte ich recht Bammel. Der Sprung selbst war zwar wirklich unbeschreiblich, aber auch sehr kurz. Mehr Infos findet ihr unter: www.canyonswing.co.nz oder wenn ich zurück bin, könnt ihr dann das Video meines Sprungs sehen mit dem Titel: „Flo macht sich fast in die Hose“ ;-))
Am Freitag 07.03. starteten wir dann unsere Reise, erster Stop war Dunedin, da wir dort am Samstag unsere Examen abzulegen hatten. Somit waren 6 Monate Queenstown zu Ende, ich muss sagen, die Zeit war einfach genial!!!! Die grosse Dankesrede spare ich mir dann für meinen letzten Blog auf. Denn noch ist das Abenteuer New Zealand ja nicht zu ende....
Die Prüfungen waren dann wie erwartet schwierig und mein Gefühl ist nicht das beste. Aber was soll’s ich schaue jetzt nach vorne und warte gespannt auf die Ergebnisse welche ich dann in 2 Monaten erhalten werde. Aber vorher machten wir nach den Prüfungen noch Dunedin so richtig unsicher. Insbesondere da noch Leute aus Queenstown uns nach dem Examen „abgeholt“ haben... ;-) Am Schluss waren wir in einen sehr speziellen Bar/ Disco und zwar in einer Kirche, wirklich Weltklasse, so macht Kirche richtig Spass. Und glaubt mir, die haben keine Probleme mit zu wenig Leute in der Kirche...
Ach ja, unsere Reisegruppe besteht aus Sandro (genau der, welcher mit mir aus der WG geflogen ist – übrigens hatten wir in dieser Hinsicht keinerlei Probleme mehr), sein Bruder Marco und Urs, einen weiteren Schweizer aus der Schule. Es ist wirklich gemütlich mit den drei Berner!


Die Reise

Unser Ziel ist es ja, den Norden der Südinsel plus die Nordinsel in 4 Wochen zu bereisen, Endziel wird Auckland sein. Die anderen werde anschliessend nach Fiji reisen, ich hingegen werde den Zug nach Christchurch nehmen (ich sehe schon, da wir jemand Freude haben... Keine Angst Mani, ich werde kein Mitglied bei den Schweizer Bahnjournalisten.. ;-) und danach wie erwähnt für 2 Tage nach Queenstown zurückkehren um dort den Flieger in die Heimat zu besteigen und hoffentlich planmässig am 13.04.08 in der Schweiz zu landen.

Nach dem Weekend in Dunedin ging es weiter nach Christchurch, dort blieben wir 3 Tage. Die grösste Stadt der Südinsel ist eine der wenig schöneren Städte in Neuseeland. Das spezielle dort, war dass wir in einem ehemaligen Gefängnis wohnten. Dieser Backpacker wurde bis vor 9 Jahren noch als Knast verwendet. Dementsprechend schläft man in Zellen. Danche ging es mit unserem Mietauto (über 230'000 km ;-) weiter nach Kaikoura. Das kleine Dorf an der Ostküste ist bekannt dafür dass man Wale sieht und mit Delphinen und Robben schwimmen kann. Wir entschieden uns für Robben schwimmen. Nachdem sie uns in so engen Neopren Anzug gesteckt hatte, konnte es losgehen. Die Tiere die wirklich in Freiheit leben schwammen dann auch prompt auf uns zu um dann im letzten Moment einen Richtungswechsel zu machen. Am Anfang war es wirklich nicht so angenehm, da ich nicht genau wusste was mir im dümmsten Fall passieren konnte.. ;-) , aber die Robben warten nett und so wurde es ein sehr eindrückliches Erlebnis. Nach diesem Abstecher wechselten wir von der Ostküste über Land zur Westküste in ein abgelegenes namens Karamea. Dieses kleine Dorf liegt mitten in einem Nationalpark direkt an einem traumhaften Sandstrand. Der einziges Backpacker dort war dann sehr speziell. Alle Leute dort sahen aus als wären sie direkt vom Woodstock-Festival nach Neuseeland gereist und sie schwebte mindestens fünf Meter über dem Boden... ;-) Nach einer anstrengenden Wanderung mit über 1000 Höhenmeter durch einen dichten Dschungelwald im Nationalpark verliessen wir nach zwei Tagen diesen Ort wieder. Nach zwei weiteren Tage in Nelson mit einem Abstecher in den Tasman- Nationalpark ging es mit der Fähre auf die Nordinsel in die Hauptstadt Wellington. Ich muss sagen das Nachtleben war das eindrücklichste an dieser Stadt.... ;-) Nun befinden wir uns auf dem Weg in den Norden, genauer in Taupo. Finden werdet ihr den Ort in der mitte der Nordinsel.


Zum Schluss

Auch nach dieser langen Zeit können uns die Gesetzte in Neuseeland immer wieder aufs neue Überraschen. So wollten wir am Karfreitag in einem Pub in Napier noch ein Bier trinken, doch dann wurde uns erklärt, dass wir Bier nur bekommen würden, wenn wir gleichzeitig auch essen würden, wir kamen aber vom Nachtessen und waren gar nicht hungrig. Aber dieses Gesetzt besteht also wirklich an Feiertagen. Und die Regel war dann noch, dass wenn man etwas isst, kann man eine Stunde trinken so viel man will und kann (bei den Kiwis bedeutet das sehr viel ;-) , muss dann aber nach dieser Stunde wieder etwas essen ordern um noch weiter Alkohol konsumieren zu können. So bestellten wir dann alle das billigste Essen um ein Bier zu trinken. Wie die meisten anderen rührten wir das Essen aber nicht an, somit kann man sich ruhig über den Sinn dieses Gesetztes streiten.

Zudem gab es noch musikalische Tiefschläge, so hörte ich hier in einem neuseeländischen Radiosender DJ Bobo und dann auch noch DJ Ötzi in der selben Woche, wäre auch noch Plüsch gespielt worden, wäre ich bereits wieder zu Hause...

An meine Oster-Reisegruppe: Ich habe also am letzten Weekend einige Male an euch gedacht. Ich hoffe ihr hattet viel Spass in Wien und ich kann euch garantieren, nächstes Jahr bin ich auch wieder von der Partie!!

So, so viel aus meiner Welt, ich wünsche euch eine schöne Zeit und ich werde versuchen mich noch einmal vor meiner Abreise zu melden.

Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land Flo



Huraaaaa, 60 Meter freier Fall überlebt....



Hurraaaa zum zweiten, nach dem First Examen. Neben mir die anderen Absolventen: Schorsch, Xavier (aus dem Welschland) und Sandro liegend



Einkaufen für die Reise... ;-)



Bild vom Norden der Südinsel in der nähe der Hippi-Kolonie, bei Karamea



Unsere Reisegruppe nach erfolgreichen Bezwingen vom Mont Stormy nach über 1000 Höhenmeter – Sändu, Urs und Marco



Eingeborene beim Kochen. ;-)) Nein, Vulkanfelder bei Rotorua auf der Nordinsel.

Dienstag, 12. Februar 2008

Wohnungswechsel

Hallo zäme

Seit meinem letzten Eintrag ist etwas Zeit vergangen, aber mir geht es also nach wie vor sehr gut. Aber neben der Arbeit, Schule und Besuche aus der Schweiz ist halt nicht mehr für alles Zeit geblieben. Zudem ich ja auch noch ab und zu „aus“ gehen muss. Ich hoffe, ihr habt die Fasnachtstage gut überstanden und könnt zumindest wieder stehen... ;-)


Die Arbeit

Seit über einem Monat arbeite ich nur noch im Kleiderstore, da wir seit dieser Zeit unterbesetzt sind und ich somit mehr als genug dort arbeiten kann. Zudem ich die Arbeitszeit im Kaffee am Sonntag morgen für mich sehr unpassend fand. Im Store starte ich frühestens um 09.3o Uhr, aber meistens habe ich sowieso die Spätschicht, das bedeutet dann vom 3 Uhr Nachmittags bis 10 Uhr Abends. Im Moment habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich je wieder früher arbeiten soll, habe mich bereits sehr daran gewöhnt.... ;-) Langsam aber sicher, erweitert sich auch mein Wissen in Sachen Kleider und deren Grössen. Ich werde nun noch 4 Wochen in Queenstown arbeiten und dann anfangs März mein First Examen absolvieren und danach direkt reisen gehen. Freue mich, auch noch die Nordinsel Neuseelands zu sehen.


Der Rausschmiss

Im letzten Blog habe ich ja bereits die nicht ganz einfachen Verhältnisse in der WG beschrieben. Aber wie bereits geahnt war das noch nicht der Schlusspunkt! ;-) Stand beim letzten Blog war ja, dass eine Schottin und eine weitere Brasilianerin einzogen sind. In der folgenden Woche quartierte Alini (die Böse ;-) ungefragt zwei weitere Brasilianerinnen in unserer WG ein, die beiden schliefen in unserer Stube am Boden und konnten kaum ein Wort English. Da der Raum von uns weiter nach seinem eigentlichen Zweck - Aufenthaltsraum – benutzt wurde, waren Konflikte natürlich schon vorprogrammiert. Zudem ich zeitweise das Gefühl hatte, dass sich unsere WG zu einem UNO-Flüchtlingslager für gestrandete Brasilianerinnen entwickelte. An einem schönen Donnerstag Abend tranken wir nach der Schule zu viert noch ein Bier in unserer Stube, als mir Alini (eben die Böse) per sms mitteilte, dass wir ruhig sein sollten (obwohl sie sich in der selben Wohnung aufhielt), da ihre Kolleginnen schlafen möchten. Ich schrieb darauf zurück, dass wir in der Stube noch das Bier nehmen würde. Was danach geschah, übertraf meine kühnsten Vorstellungen bei weitem. Sie kam in die Stube gerannt, schrie uns an und wollte, dass wir die WG per sofort für immer verlassen. Als ich ihr erklärte, dass ich wir das nicht tun werden, da ich nicht um Mitternacht ein Zimmer suchen möchte, drehte sie dann komplett am Rad, schrie weiter wie eine Irre und nahm unsere halbvollen Biere und schmiss!! diese in die Küche. Das alles ging so schnell, dass wir keine Möglichkeit hatten unsere Biere zu retten! Sie ging dann ins Bad und zerschmetterte den Spiegel dort. Hinterher sagte sie, das wäre meine Schuld, obwohl ich mich ja nicht einmal in der nähe des Bades aufhielt. Sie wollte dann auch noch die Polizei anrufen – obwohl mir bis heute nicht klar ist, was sie denen erzählten wollte, denn ausser Bier trinken in der eigenen Stube hatten wir uns nichts zu Schulden kommen lassen. Aber egal, jedenfalls gab sie uns danach 2 Wochen Zeit um eine neue Bleibe zu suchen. Neben mir musste natürlich auch Sandro ausziehen. Grundsätzlich hätte sie uns eigentlich nicht rauswerfen können, aber nach diesem Vorfall hielten wir es für besser unsere Koffer zu packen. Denn ich hatte keine Lust noch einmal auf einen südamerikanischen Sturm zu treffen... ;-) Übrigens hatten wir nur Probleme mit Alini, mit der Schottin und der anderen Brasilianerin (also keine von der Stube, - verdammt, bei so vielen Brasilianerinnen kommt ja keine Sau mehr draus, egal einfach auch noch eine von denen ;-) hatten es wir stets sehr gut (Beweis unten Bild vom letzten Freitag), die beiden versuchten auch noch zu vermitteln, aber es wahr wohl zu viel Glas zerbrochen... ;-) Ihr Plan war zu durchschaubar, sie brauchte unser Raum für ihre Kolleginnen und wartete auf die erste Möglichkeit. Aber easy, wir sind jetzt für die letzten 4 Wochen in eine Lodge gezogen. Das heisst eigenes Zimmer – wichtig mit Kühlschrank – mit eigenem Bad und einer Küche die man mit anderen Leuten teilt. Aber besser so als von einem Bier erschlagen zu werden... ;-)


Zum Schluss

Wie bereits oben erwähnt, hatte ich bereits meinen zweiten Besuch aus der Schweiz. Sven und Märe besuchten mich hier. Es hat mich sehr gefreut, mit den beiden Queenstown etwas unsicher zu machen. Zudem noch einmal ein grosses Dankeschön für die netten Mitbringsel wie Fondue (im Moment sind Sandro und ich stolze Besitzer von 6-Gerber-Fondue! ;-), Schnupf (bereits aufgebraucht) und Schoggi (noch im eigenen Kühlschrank links neben dem Bier).
Soweit die News aus Neuseeland, ich werde auf jeden Fall versuchen, den nächsten Eintrag wieder früher zu tätigen, aber garantieren kann ich nichts.. ;-)


Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land Flo


Wieder einmal eine Landschaftsaufnahme... Lake bei Queenstown



Hallo, Spieglein Spieglein an der Wand... ;-)



Drei Schweizer im legendären Freitags-Feierabend Bier im Brazz Queenstown



Gruppenfoto nach BBQ (Auf dem Bild oben: Märe, Stefzgi und Sven; unten: Stefu und Urs



Der Beweis, nur eine war das Problem! ;-) Party mit der WG (Sändu, die nette Brasilianerin Sue und Freya)

Montag, 14. Januar 2008

Festtage, Silvester und Trouble.. ;-)

Hallo zäme

Auch im Jahr 2008 ein herzliches Hallo aus Neuseeland, ich hoffe ihr habt die Festtage gut überstanden und seit voller Tatendrang ins neue Jahr gestartet. Auf Grund des Klimas war dieser Jahreswechsel für mich doch schon sehr speziell, aber gerne würde ich nächstes Jahr ebenfalls in kurzen Hosen mit Schämpis anstossen und zwar in der Schweiz....


Die Festtage und der Rutsch in EM Jahr

Also Weihnachten zu Hause ist schon schöner, denn meine Eltern trafen erst nach dem Christkind ein und so ging ich mit den anderen temporär „Familienlosen“ Schweizer essen und dann nach Hause, denn am 24. und 25.12. hatte am Abend alles aber wirklich alles zu, so konnten wir nicht einmal aus gehen. Zudem ich auch an diesen Tagen arbeitete. Die nächsten Tage verbrachte ich mit meinen Eltern. Unter anderem waren wir auf dem Hausberg von Queenstown (Bilder wie immer unten).
Im Gegensatz zur Weihnachten war dann an Silvester wirklich etwas los, nach einem feinen Nachtessen ging es an den See, wo um Mitternacht ein riesiges Feierwerk statt fand, wenn man halt keinen 1. August hat, muss man dass halt an Silvester tun... ;-) An der gesamten Seepromenade war striktes Alkoholverbot, wir dachten, da halte sich sowieso keiner dran (normalerweise ist das hier überhaupt kein Problem) und nahmen einiges an Flüssigem mit, auch die vielen Polizisten hinderten und nicht daran. Am Anfang ging auch noch alles glatt, aber als wir nach Mitternacht unsere Schämpis-Flaschen öffneten, sah das ein Polizist und nahm mich und einen anderen Schweizer gleich zur Seite. Er stellte und vor die Wahl, den billigen Fusel an einen Baum auszuleeren oder eine Nacht in Arrest. Da die Nacht ja noch jung war und wir ja ein Zimmer mit Bett haben, entschieden wir uns dann für das erste und leerten den Schämpis unter seiner Kontrolle aus. Danach wurde noch so richtig bis in die Morgenstunden das neue Jahr gefeiert.


Trouble in der WG

Ich habe ja bereits im letzten Blog über unsere besondere WG berichtet. Und die vermeintliche Traum-WG, so wurde mir von einigen Kollegen aus der Schweiz attestiert, entwickelte sich nicht gleich zu einem Alptraum aber es gab doch ein böses erwachen... ;-) Und zwar zog die eine Brasilianerin nach Weihnachten aus, um sich irgendwo auf der Nordinsel niederzulassen. Wir, sprich Brasilianer Nr. 2 Namens Alini, Sandro und ich waren uns eigentlich einig dass wir aus Kostengründen wieder jemand für die WG suchen würden. Alini nahm sich dann dieser Aufgabe an und versprach uns zuerst eine brasilianische Kollegin und dann irgend eine Chilenin. Aber aus mir bis heute unerklärlichen Gründen fand keine der beiden je den Weg zu unserer WG. Auf diesen Misstand angesprochen, quasselte sie etwas von einer Neuseeländerin welche in 2 Wochen kommen würde. Als dann auch nach Silvester gar nichts ging, äusserten wir unseren Verdacht, dass sie gar niemand mehr in der WG wolle direkt und prompt gab es die erste Auseinandersetzung in der noch so jungen WG. Jedenfalls ignorierte sie uns in den folgenden 3 Tagen komplett. Darauf suchten Sandro und ich auf eigene Faust eine passende Mitbewohnerin, da wir beide nicht für nichts mehr bezahlen wollten, und fanden problemlos mehrer Interessentinnen. Damit brachten wir das ach so bekannte Fass dann aber komplett zum überlaufen. Sie kündigte mir danach per sms an, dass das nicht akzeptiere und dass sie neben sich keine andere Frau in der WG dulde (woher des plötzliche Sinneswandel kam, wissen wohl nicht einmal die Götter) und drohte uns mit Rausschmiss... ;-) Darauf kam es wie so oft in solchen Situationen zu einem Friedensgipfel, das Resultat? Friede, Freude, Eierkuchen und eine neue Mitbewohnerin... ;-) Freya, eine Schottin, mal schauen wie lange der Burgfriede hält... ;-) Und das neuste, am Freitag stand doch plötzlich noch irgendeine Brasilianerin auf der Matte, die nun ebenfalls hier wohnt, da ich sie an diesem Weekend genau einmal sah, weiss ich der Name noch nicht oder eher gesagt nicht mehr. Zudem ist für kurze Zeit auch noch Stéphanie hier eingezogen, eine Mitschülerin aus dem französischem Teil vom Wallis, welche direkt vom Reisen nach Queenstown zurückkehrte. Also so wohnen wir momentan nun zu sechst hier und das obwohl sie vor nicht einmal einer Woche niemand mehr wollte... Und ich denke ehrlich gesagt nicht, dass das die letzte Änderung war! Gerne lasse ich mich überraschen.


Zum Schluss

Herzlichen Dank an den kasachischen Panzer für den Eintrag im meinem Gästebuch, ich habe mich köstlich amüsiert.
Meine Eltern brachten neben den typischen helvetischen Sachen wie Schoggi, Fondue und Schnupf – obwohl dieser uns am Weekend im Ausgang fast zum Verhängnis wurde, da der dämliche Türsteher Schnupf für eine Droge hielt und uns aus der Bar werfen wollte – auch noch ein Geschenk von Föns mit, neben einer sehr netten CD war auch ein Poster dabei, ein Poster von Marco Streller. Meine Abneigung gegen diesen Spieler ist ja bekannt, aber natürlich hängt das Poster nun in meinem Zimmer, Beweis unten. Das hätte ich mir auch nicht erträumt, dass ich in Queenstown mein Zimmer einmal mit Streller teilen würde... ;-)
Unten seht ihr auch unser selbstgebasteltes Fondue Rechaud, da wir so etwas da unten nicht auftreiben konnten. Wer mein handwerkliches Geschick kennt, weiss ja wie viel ich bei der Konstruktion mitgeholfen habe... ;-) Einen Wohnungsbrand wollten wir ja verhindern.
Und zum Schluss, ich hatte kurzfristig ein Problem mit Orange hier, aber ich denke ich habe alle sms bekommen. Besten Dank.


Liebe Grüsse aus dem Kiwi-Land Flo



Mit meinen Eltern auf dem Hausberg.



Silvester in Queenstown.



Kiwi-Fondue-Rechaud



Meine Mitbewohner Sandro und Freya beim Fonduenieren.. ;-)



Streller hängt... ;-)